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Buch(en)café und Buchecke(r)

 

Buch(en)café

Schauen, hören, lesen und blättern.

mit Daniela Gundelbacher und Ute Cox

Mittwoch, 02.08., 06.09.2017

10.00 - 11.30 Uhr, Umlage 2,50 €

 

Buchtipp von Ute Cox zum Buch(en)café am 06.09.2017

 

Die Frau im Orient-Express

von Lindsay Jane Asford

 

 

 

 


Lindsay Jayne Ashford hat eine historischen Roman geschrieben, der von der Reise der berühmten Schriftstellerin Agatha Christie im luxuriösen Orient-Express nach Bagdad erzählt. 1928 hat Agatha Christie durch ihr mysteriöses 11-tägiges Verschwinden, nach der Entdeckung einer Affäre ihres Mannes Archie, für großes mediales Aufsehen gesorgt. Sie entscheidet sich kurzfristig für eine Reise nach Bagdad mit dem Orient-Express. Außerdem möchte sie am Hochzeitstermin ihres geschiedenen Mannes außer Landes sein und die, für sie persönlich größte Schmach hinter sich lassen. Inkognito, mit neuer Haarfarbe und Brille tritt sie im Herbst 1928 die Reise an.

Ihr Abteil teilt sie mit Katherine Woolley, einer ebenfalls sehr bekannten Frau dieser Zeit, die auf dem Weg zu einer Ausgrabungsstätte in Ur ist. Im Verlauf ihrer Reise treffen die beiden Frauen auf Nancy Nelson, die einer unglückliche Ehe entflieht. Ein einschneidendes Ereignis schweißt die drei Frauen zusammen und führt sie nach Mesopotamien. Jede der Frauen hat ihre Geheimnisse, die nur nach und nach ans Tageslicht kommen.

Lindsay Jayne Ashford ist ein atmosphärisch dichter, biografischer Roman gelungen, in dem Fakten und Fiktion gekonnt miteinander verwoben sind. Der Leser taucht ein in die goldenen Zwanziger und wird mitgenommen auf eine Reise in einem legendären Zug durch viele Länder und in geheimnisvolle Städte.

Die Autorin hat sehr gut über Agatha Christie’s Privatleben recherchiert und ihr mit Katherine Woolley einen extrovertierten Charakter an die Seite gestellt, der sich in eine Männerdomäne behaupten musste. Alles in allem ein ausgesprochen unterhaltsamer Roman, der dem Leser eine der bekanntesten englischen Schriftstellerinnen als Mensch sehr nahe bringt und sich zeitweise liest wie ein Reisebericht über Ziele aus 1001 Nacht.

 

 

Buchtipp von Daniela Gundelbacher zum Buch(en)café am 02.08.2017

Lady Susan

von Jane Austen

 

 

 

Am 18. Juli jährte sich der Todestag von Jane Austen zum 200. Mal. Ein guter Anlass, die beliebteste englische Autorin zu erwähnen; gilt sie doch als große Dame der englischen Literatur, der es als erster gelang, die Komik des Alltäglichen zu gestalten. Ebenfalls wird sie in diesem Herbst auf dem 10 Pfund-Schein zu sehen sein. Bisher entdeckte man auf den Rücken der Zahlungsmittel einen regelrechten Herrenclub: angefangen von Dickens, Newton, Churchill bis hin zu Shakespeare.......ein wahres Leistungsprinzip!

Eine weitere Leistung stellt ihr Briefroman „Lady Susan“ dar. Austens erster Roman, der angeblich nie für die Veröffentlichung vorgesehen schien (1793/94). Heldin und Identifikationfigur der Geschichte ist die 16 jährige Frederica Vernon – über welche jedoch mehr indirekt berichtet wird.

Namensgeberin des Buches „Lady Susan“ ist die Mutter der Heldin, eine junge und attraktive Witwe auf der Suche nach Ehemänner: für sich und ihre Tochter. Lady Susan Vernon an Mr Vernon Langford, December: Mein lieber Schwager, ich kann mir nicht länger das Vergnügen versagen, von Deiner bei unserem letzten Abschied so freundlich ausgesprochenen Einladung Gebrauch zu machen, einige Wochen bei Dir in Churchill zu verbringen.“ Somit kündigt Lady Susan bei der Familie ihres Schwagers ihren Besuch an und noch ahnt niemand, wie sich dieser Aufenthalt entwickeln wird. „Und wenn mein Besuch Dir und Mrs Vernon gelegen kommt, hoffe ich, in ein paar Tagen eine Schwägerin kennen zu lernen, deren Bekanntschaft ich mir schon lange gewünscht habe.“

Hinter dieser freundlichen Fassade wartet auf den Leser eine der bösesten Figuren, die Jane Austen je geformt hat. Eine Titelheldin, die mit Boshaftigkeit, Egoismus, Raffinesse und Verlogenheit behaftet ist, um nur ein paar Charaktereigenschaften zu nennen, ist mit keiner anderen „Austen-Figur“ zu vergleichen.

Bereits kurz nach Ankunft der jungen Witwe deutet sich deren niederträchtige Art an : in Form eines Briefes, in dem die schöne Lady ihrer Freundin die erste Berichterstattungzukommen lässt. Lady Susan nimmt Konturen an. Schön, gerissen und intrigant!

Einziger Wermutstropfen: Der Roman ist zu kurz.

 

Buchecke(r)

 

Freitag, 25.08.2017, 19.00 Uhr

„Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.“ (arab. Sprichwort)

Forum für Lesehungrige

 

Sabine Vitten lädt ein zur 10. Buchecke(r) im Weißen Häuschen.

 

Die Buchecke(r), benannt nach der imposanten Buche im Garten des Häuschens, lädt ein zu einem Literatur-Treff für Leseratten und Bücherwürmer. Neben interessanten Buchvorstellungen, gibt es ein ausführliches Autorenportrait zum 55. Todestag von Herman Hesse.

Hermann Hesse war zeitlebens ein Suchender. Nicht nur sein großes dichterisches Werk, das ihm 1946 den Nobelpreis einbrachte, auch sein Lebenslauf legt Zeugnis davon ab.

Eine Umlage wird nicht erhoben, aber eine Spende für das Weiße Häuschen wird gerne angenommen.

Infos und Anmeldung:

Sabine Vitten 02835 5158 / sabine.vitten@onlinehome.de

 

 

Ruth Hogan   „Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“

 

Anthony Peardew sammelt allerlei Kurioses, Seltenes, auf den ersten Blick Unscheinbares und auf den zweiten Blick Unschätzbares - weggeworfen oder verloren. Er selbst hat vor vielen Jahren an einem Tag alles verloren, die Liebe seines Lebens, das Glück und einen Talisman, von dem er versprochen hatte, ihn für immer zu bewahren. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht für andere Menschen Verlorenes zu sammeln und es ihnen eines Tages wiederzugeben. Doch Anthony Peardew stirbt bevor er sein Lebenswerk vollenden kann. Seine Assistentin Laura übernimmt die unmöglich scheinende Aufgabe das Sammelsurium an Dingen zu ordnen und die Besitzer wiederzufinden. Laura vom Leben enttäuscht, tut sich schwer mit diesem Erbe.

Die ungewöhnliche Freundschaft zum Nachbarsmädchen, die aufkeimende Zuneigung zu Anthonys Gärtner, helfen ihr die Dinge anzugehen.

Die Charaktere des Buches sind wunderbar beschrieben und die zwei Handlungsstränge führen am Ende unerwartet zusammen. Besonders gelungen sind die Geschichten um die verlorenen Dinge. Die Geschichten sind heiter oder tragisch und schärfen den Sinn für die „Fundstücke“, die man selbst im Laufe seines Lebens gemacht hat.

Ruth Hogan hat ein unterhaltsames und fantasievolles Buch geschrieben.

 

Anmeldung und Infos: 02835-5158 oder sabine.vitten@onlinehome.de

Um Spenden wird gebeten.

 

 

 

 

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Das Programm Juli - September 2017 finden Sie hier:

Flyer außen (pdf)

Flyer innen (pdf)

Sie möchten den Monatsbrief erhalten?

Bitte schicken Sie Ihren Wunsch an folgende Adresse:

weisses-haeuschen@email.de

 

 

Rheinische Post, 09.05.2017: Verkauf von schönen Dingen für die Initiative "Big Challenge"

 

 

 

 

 

Foto: Seybert, Rheinische Post

Bild zum Vergrößern bitte anklicken!

 

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Mittwoch, 20.09.2017, 20.00 Uhr: Mondscheinmärchen

Um den Vollmond herum, in der Dämmerung, werden verschiedene Märchen erzählt.

 

Freitag, 22.09.2017, 16.00 Uhr: Mitmachmärchen für Kinder

für Vorschulkinder ab 4 Jahre

 

Freitag, 29.09.2017, 20.00 Uhr: "Drachen" zähmen oder bekämpfen?

Drachenmärchen aus verschiedenen Kulturen

 

 

mit Mechtild Cuypers, Märchenerzählerin

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Fünf Jahre Initiative Weißes Häuschen

Das erste kleine Jubiläum wurde am 11.09.2016 angemessen gefeiert. Zahlreiche Stammgäste und neue Besucher genossen gleichzeitig den Tag des offenen Denkmals und das in Issum gefeierte Schützenfest. Herzlichen Glückwunsch an das Team um Mechtild Cuypers!

Rheinische Post, 09.09.2016: Weißes Häuschen auf dem Weg nach oben